Karsten ZippErst wussten wir, dass wir nichts wissen. Jetzt sind wir einen Schritt weiter. Jetzt wissen wir, dass wir noch weniger wissen. Die Lockerungen der Corona-Einschränkungen bescheren der Fußball-Bundesliga zwar ihre Geisterspiele und Millionen-Einnahmen, aber den Amateursportlern zunächst nur die ganz große Unklarheit.
Sporttreiben ist wieder erlaubt, Wettkämpfe mit Körperkontakt jedoch nicht. Die Hallen werden wieder geöffnet, aber Handball oder Basketball sind nicht möglich. Und bleiben vermutlich während der gesamten Corona-Zeit nicht möglich. Tischtennis und Tennis können sogar hoffen, wieder in den Wettkampfbetrieb zu gehen, aber ihren Spielmodus werden sie umstellen müssen. Doppel beispielsweise dürften für längere Zeit untersagt werden. Aber wer will das alles kontrollieren? Erscheint künftig die Ordnungspolizei in der Wiesecker Turnhalle, um ein illegales Tischtennis-Doppelspiel aufzulösen? Lauern hinterm Grünberger Tennisplatz mehrere Kontrolleure?Kontrollen werden gewiss nicht möglich sein. Aber man kann es gar nicht oft genug betonen: Mündige Bürger können sich selbst kontrollieren. Und wie seltsam vielen auch die Einschränkungen vorkommen mögen, wie unterschiedlich die Theorien über Corona auch ausfallen – wichtig bleibt es, ältere, kranke und vorerkrankte Menschen zu schützen. Und dazu kann eben auch der Sport seinen Teil beitragen. Ihren Teil wiederum dürften die Verbände in den kommenden Tagen beitragen, in dem sie der Politik Vorschläge zu einem – sagen wir mal – kontrollierten Sport unterbreiten.

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